Silikonfugen im Bad erneuern – so bleibt die Fuge dauerhaft schimmelfrei
Wenn im Mehrfamilienhaus ein Schlüssel verloren geht oder schlicht zu wenige vorhanden sind, beginnt für viele Eigentümer und Mieter eine teure Odyssee. Der Gang zum Schlüsseldienst ist oft der erste Fehler, der später zu hohen Nachzahlungen führt. Denn in den meisten Mehrfamilienhäusern kommt eine sogenannte Schließanlage zum Einsatz – ein System, bei dem jeder Schlüssel zu einem individuellen Schließzylinder passt, aber alle Schlüssel gemeinsame Haupt- oder Zentralschlüssel akzeptieren. Diese Technik macht das Nachbestellen komplizierter als bei einem einzelnen Haustürschloss.
Bevor das neue Silikon aufgetragen wird, sollten Sie die Fugenränder mit Malerkrepp abkleben. Das sorgt für gerade Kanten und erleichtert das spätere Verstreichen. Tragen Sie das Silikon gleichmäßig auf – am besten mit einer Kartuschenpistole. Führen Sie die Düse in einem Zug an der Fuge entlang, ohne zu stark zu drücken. Anschließend wird das Silikon mit einem Fugenglätter oder einem feuchten Finger glatt gestrichen. Ziehen Sie das Klebeband ab, bevor das Silikon antrocknet. So vermeiden Sie unsaubere Übergänge. Lassen Sie die Fuge mindestens 24 Stunden aushärten, bevor Sie sie mit Wasser in Kontakt bringen.
Nach dem Aushärten ist die Fuge zwar wasserdicht, aber noch nicht vor Schimmel geschützt. Silikon allein ist kein Anti-Schimmel-Mittel. Deshalb sollten Sie die Fuge regelmäßig trocken wischen – besonders nach dem Duschen. Vermeiden Sie stehendes Wasser auf der Fuge. Lüften Sie das Bad ausreichend, um die Luftfeuchtigkeit niedrig zu halten. Wenn Sie die Fuge einmal im Jahr mit einem milden Reiniger behandeln und dabei auf aggressive Chemikalien verzichten, bleibt die Oberfläche intakt. Sollte sich nach einigen Monaten dennoch ein dunkler Punkt zeigen, gehen Sie frühzeitig dagegen vor – denn je länger Sie warten, desto tiefer dringt der Schimmel ins Material ein. Dann hilft nur noch ein erneutes Entfernen.
Reinigen Sie vor dem Einbau den Ventilsitz gründlich mit einem fusselfreien Tuch und entfernen Sie alle Ablagerungen. Prüfen Sie auch, ob die Dichtfläche des neuen Einsatzes unbeschädigt ist. Setzen Sie den neuen Ventileinsatz ein und schrauben Sie das Ventiloberteil wieder auf. Ziehen Sie die Überwurfmutter handfest an – ein zu starkes Anziehen verformt die Dichtung und führt zu neuen Undichtigkeiten. Danach öffnen Sie die Absperrventile langsam wieder und entlüften Sie den Heizkörper, um Luft aus dem System zu entfernen.
Mit dieser Methode bleibt Ihre Silikonfuge nicht nur sauber, sondern auch dauerhaft schimmelfrei. Entscheidend ist nicht die Menge des verwendeten Silikons, sondern die Sorgfalt bei der Vorbereitung und das Vermeiden von Feuchtigkeit in der Aushärtungsphase. Wer diese Schritte beachtet, spart sich nicht nur die Kosten für den Handwerker, sondern auch die Mühe häufiger Nachbesserungen. Ein sauberes Bad ist schließlich kein Zufall – es ist das Ergebnis der richtigen Technik.
Ein typischer Fehler ist es, die Maschine in eine Nische zu stellen, die zu eng ist. Zwischen der Gerätewand und der Rückseite müssen mindestens fünf Zentimeter Luft bleiben, damit der Motor gekühlt wird. Auch die Bedienbarkeit leidet: Öffnet sich die Tür nicht vollständig, ist das Be- und Entladen umständlich und die Türdichtung verschleißt schneller. Planen Sie außerdem Platz für einen Wäschekorb und eine Ablagefläche neben der Maschine ein – das erleichtert den täglichen Gebrauch ungemein.
Neben dem aktiven Lüften ist die Pflege der Oberflächen entscheidend. Wischen Sie nach dem Duschen die Fliesen mit einem Abzieher ab. Das reduziert die Wassermenge, die an den Wänden haften bleibt und später verdunsten muss. Achten Sie außerdem auf Silikonfugen: Risse oder dunkle Stellen sind ein frühes Anzeichen für Schimmelbefall. Prüfen Sie die Fugen regelmäßig und erneuern Sie sie bei Bedarf. Auch die Dichtung der Tür trägt zur Feuchtigkeitsregulierung bei – eine geschlossene, aber nicht völlig luftdichte Tür verhindert, dass sich die Feuchtigkeit im Raum staut.
Spiegel sind das effektivste Mittel, um Licht zu verteilen, aber sie wollen richtig platziert sein. Hängen Sie einen großen Spiegel nicht gegenüber dem Fenster, sondern seitlich dazu – so fängt er das einfallende Licht ein und wirft es in den Raum. Ein weiterer Trick: Stellen Sie Möbel mit glänzenden oder lackierten Oberflächen in Fensternähe, etwa einen Beistelltisch oder eine Kommode. Sie reflektieren das Licht, ohne dass es aufdringlich wirkt. Vermeiden Sie jedoch zu viele glänzende Flächen, denn sie erzeugen unruhige Lichtflecken.
Warum die Vorbereitung über den Erfolg entscheidet Bevor Sie die neue Silikonschicht auftragen, muss die alte Fuge restlos weichen. Dazu schneiden Sie die Fuge mit einem scharfen Messer oder einem Fugenentferner vorsichtig an beiden Kanten ein. Arbeiten Sie sich langsam vor, um die Fliesen nicht zu beschädigen. Danach lässt sich das Silikon meist in einem Stück abziehen. Rückstände entfernen Sie mit einem Spachtel oder einem geeigneten Reinigungsmittel. Wichtig ist: Die Fläche muss vollständig trocken sein. Silikon haftet nicht auf feuchtem Untergrund und bildet später leicht Risse, in denen sich erneut Schimmel ansammelt. Ein Föhn kann helfen, schwer erreichbare Ecken zu trocknen. Kontrollieren Sie anschließend, ob alle losen Partikel entfernt sind.