6 konkrete Vorteile eines Wandregals im Wohnzimmer – so profitieren Sie wirklich
Die Kosten für ein selbst gebautes Wandregal variieren je nach Materialwahl: Eine gehobelte Massivholzplatte kostet mehr als eine beschichtete Spanplatte, aber die Optik und Langlebigkeit sind oft überlegen. Auch die Konsolen oder Wandhalterungen schlagen mit einem gewissen Betrag zu Buche. Achten Sie darauf, dass die Halterung zur Regaltiefe passt – eine zu kurze Konsole kippt bei Belastung nach vorne. Montieren Sie bei langen Regalbrettern mindestens zwei, besser drei Konsolen, um ein Durchbiegen zu verhindern.
Die Pflege ist weniger aufwendig, als Sie denken. Düngen Sie alle vier bis sechs Wochen mit einem Flüssigdünger, den Sie ins Gießwasser mischen. Schneiden Sie regelmäßig welke Blätter ab, um Schimmel vorzubeugen. Kontrollieren Sie einmal im Monat die Rückseite der Konstruktion auf Feuchtigkeit – eine früh erkannte Undichtigkeit rettet Ihre Wand. Ein typischer Fehler ist auch, die Pflanzen zu dicht an Heizungen oder Klimaanlagen zu platzieren; die trockene Luft lässt Blätter braun werden. Halten Sie mindestens einen halben Meter Abstand zu solchen Wärmequellen.
Die 250x350-Variante – nur für offene Grundrisse Mit 250x350 Zentimetern betreten Sie die Klasse der Raumteiler. Diese Größe eignet sich ausschließlich für Wohnzimmer ab etwa 25 Quadratmetern oder für offene Küchen-Wohnbereiche. Der Teppich sollte dann den gesamten Sitzbereich inklusive Beistelltischen und Leseecke umfassen. Achten Sie auf einen Abstand von mindestens 30 Zentimetern zur Wand, sonst wirkt der Raum zugestellt. In kleineren Zimmern führt diese Größe schnell dazu, dass der Bodenbelag nicht mehr sichtbar ist und der Raum optisch schrumpft.
Wer ein Ecksofa oder eine große Couch mit Ottomane besitzt, sollte auf 200x300 umsteigen. Diese Größe trägt problemlos drei Sitzplätze und lässt vor dem Sofa genug Platz für einen Couchtisch, ohne dass dessen Beine abstehen. Achten Sie darauf, dass der Teppich mindestens 20 Zentimeter über die Breite der Couch hinausragt. Nur dann wirkt die Fläche bewusst gesetzt und nicht wie ein versehentlich platziertes Läuferchen. Ein häufiger Fehler ist, den Teppich exakt mittig vor das Sofa zu legen – besser ist es, ihn leicht unter die Möbel zu schieben.
Ein häufiger Stolperstein ist die Ausrichtung des Endanschlags. Viele Motoren müssen so programmiert werden, dass das Rollo bei offener Position nicht über die Oberkante hinausläuft. Das geht meist über eine Einstelltaste am Motor oder über die Fernbedienung. Nehmen Sie sich Zeit für die Endlagenkalibrierung; sonst hören Sie beim Schließen ein unangenehmes Rattern. Auch die Wahl der Position des Motors spielt eine Rolle: Er sollte auf der Seite sitzen, an der Sie später Zugang zur Stromquelle haben. Wenn Sie also eine Steckdose links haben, montieren Sie den Motor links – das erspart Verlängerungskabel.
Ein pragmatischer Test vor dem Kauf: Legen Sie Zeitungspapier oder Malerkrepp in den geplanten Maßen auf den Boden und stellen Sie Ihre Möbel darauf. Gehen Sie dann einmal um die Sitzgruppe herum. Wenn Sie ständig über die Kante stolpern oder der Teppich unter der Couch hervorschaut, wählen Sie besser das nächstkleinere Format. Messen Sie außerdem den Abstand zwischen Sofa und Wand – er sollte mindestens die Hälfte der Teppichbreite betragen, damit der Raum nicht wie ein Möbelhaus-Musterzimmer wirkt.
Welche Holzart hält was aus – und was nicht? Bei den Holzarten selbst unterscheidet man zwischen Weich- und Harthölzern. Fichte, Tanne oder Kiefer sind günstig und leicht zu verarbeiten, aber sie sind weich. Ein Regalbrett aus Kiefer trägt kaum mehr als leichte Dekoration oder ein paar Taschenbücher, wenn die Spannweite groß ist. Bei einer Länge von über achtzig Zentimetern sollten Sie Weichholz nur mit einer zusätzlichen Mittelstütze verwenden. Harthölzer wie Buche, Eiche oder Esche nehmen deutlich mehr Last auf, bevor sie sich durchbiegen. Buche ist dabei besonders zäh und eignet sich hervorragend für schmale, aber lange Regalbretter, die schwerere Gegenstände tragen sollen – etwa Werkzeug oder Vorratsgläser.
Werden mehrere Rollläden oder Vorhänge parallel gesteuert, lohnt sich eine Gruppenprogrammierung. Dafür muss die Zentrale jedoch im gleichen Funknetz arbeiten. Achten Sie darauf, die Geräte nicht zu dicht an Wänden oder Metallrahmen zu montieren, da dies die Reichweite deutlich reduziert. Ein weiterer typischer Fehler ist die Annahme, dass ein einziger Motor für unterschiedlich große Fenster passt. Die meisten Motoren haben eine maximale Zugkraft, die mit der Fläche des Rollos oder Vorhangs skaliert – überprüfen Sie also das Gewicht des Behangmaterials. Bei schweren Vorhängen mit mehreren Lagen ist ein stärkerer Motor erforderlich.
Die Montage selbst beginnt mit dem Anzeichnen. Legen Sie die Hängeschrankzeile auf dem Boden zusammen und messen Sie den Abstand zwischen den Aufhängepunkten. Übertragen Sie dieses Maß exakt auf die Wand. Eine Wasserwaage ist dabei keine Option, sondern Pflicht – eine schiefe Schrankzeile ist nicht nur unschön, sondern kann die Türen klemmen lassen. Markieren Sie die Bohrlöcher mit einem Bleistift, nicht mit einem dicken Filzstift. Kontrollieren Sie die Punkte doppelt, bevor Sie bohren. Wenn Sie unsicher sind, ob die Wand wirklich gerade ist, messen Sie zusätzlich von der Decke herunter – so gleichen Sie Unebenheiten im Boden aus. Ein typischer Fehler ist, nur die oberen Aufhängewinkel zu fixieren und die unteren Schrauben später nachzuziehen. Das führt zu Spannungen im Holz und kann Risse verursachen.