Wenn Feuchtigkeit bleibt: Badlüfter richtig nachrüsten
Die Montage: Worauf es ankommt Vor dem Einbau ist der Stromkreis abzuschalten und mit einem Spannungsprüfer zu sichern. Der Ventilator wird meist in eine runde Öffnung in der Wand oder an der Decke eingesetzt, der Durchmesser beträgt üblicherweise 100 oder 125 Millimeter. Besteht bereits ein Rohr, prüfen Sie dessen Zustand: Ablagerungen und Verengungen reduzieren den Luftstrom erheblich. Reinigen Sie das Rohr bei Bedarf mit einer Bürste. Das Gerät wird in der Regel mit Dübeln und Schrauben montiert; achten Sie darauf, dass es dicht an der Wand anliegt, um Schwingungen und Lärm zu vermeiden. Die elektrische Verbindung erfolgt über eine Lüsterklemme – hier ist Sorgfalt gefragt: Die Kabel müssen fest angezogen sein und die Zugentlastung muss greifen. Wenn Sie unsicher sind, ziehen Sie eine Elektrofachkraft hinzu, denn fehlerhafte Installationen sind eine Brandgefahr.
Zunächst sollte die benötigte Luftleistung bestimmt werden. Als Faustregel gilt: Der Ventilator muss das Raumvolumen etwa 6- bis 8-mal pro Stunde umwälzen. Für ein Bad mit 6 Quadratmetern und 2,5 Meter Deckenhöhe ergibt das ein Volumen von 15 Kubikmetern, also eine Mindestleistung von 90 bis 120 Kubikmetern pro Stunde. Messen Sie die Raummaße genau, bevor Sie kaufen. Ein zu schwaches Gerät bringt wenig, ein überdimensioniertes erzeugt Zugluft und unnötigen Lärm. Achten Sie auf den Schalldruckpegel: Werte bis etwa 35 Dezibel sind für Schlaf- und Badezimmer akzeptabel.
Der Feuchtesensor ist das Herzstück einer automatischen Steuerung. Er erkennt steigende Luftfeuchtigkeit und schaltet den ein, bis der Wert wieder fällt. Wichtig ist die Einstellung der Schwelle: Empfehlenswert sind Werte zwischen 60 und 70 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Viele Geräte haben auch eine Nachlaufzeit, die Sie auf einige Minuten einstellen sollten, damit die Feuchtigkeit nach dem Duschen vollständig abgeführt wird. Typischer Fehler: Die Schwelle zu niedrig anzusetzen (etwa 50 Prozent), führt zu ständigem Betrieb und hohem Stromverbrauch. Eine zu hohe Schwelle (über 80 Prozent) erkennt die Feuchtigkeit zu spät, und es kann Schimmel entstehen.
Der dritte Weg ist ein komplett autarkes Dusch-WC-Modul, das wie ein separates Gerät vor die Keramik gesetzt wird. Diese kompakten Einheiten werden an das Stromnetz angeschlossen und benötigen nur einen Wasseranschluss über einen Flexschlauch. Sie arbeiten mit einem eigenen Pufferspeicher und erhitzen das Wasser kurzfristig. Die Montage ist die einfachste aller drei Varianten: Das Modul wird auf den WC-Spülkasten oder auf eine Halterung geschraubt, der Wasserzulauf wird mit einem T-Stück am WC-Ventil angeschlossen. Der größte Vorteil liegt in der Flexibilität – Sie können das Gerät bei einem Umzug einfach mitnehmen. Allerdings sollten Sie auf die maximale Belastbarkeit der Keramik achten, denn das Zusatzgewicht sollte nicht die Tragfähigkeit des Beckens überschreiten. Ein verbreiteter Fehler ist die Verwendung von hartem Wasser. Ohne einen Filter in der Zuleitung setzen sich Kalkablagerungen in der Düse fest und verstopfen die feinen Öffnungen. Planen Sie daher einen handelsüblichen Wasserfilter ein, den Sie nach Herstellerangaben wechseln.
Plissee ohne Bohren ist eine elegante Lösung für Mietwohnungen, aber nur, wenn die Montage sauber vorbereitet ist. Der häufigste Fehler passiert bereits beim Messen: Ein zu knapp bemessenes Plissee lässt seitliche Lichtspalten, ein zu breites klemmt oder wirft Falten. Bevor Sie das Maßband zur Hand nehmen, klären Sie, ob Ihr Fenster einen Falz hat oder ob die Flügel bündig mit dem Rahmen abschließen. Diese Unterscheidung entscheidet, ob Sie das Plissee direkt auf den Flügel kleben oder im Falz befestigen.
Bei der Montage selbst gilt: Drehen Sie die Schrauben langsam und ohne Druck in die Dübel ein, damit der Dübel nicht ausreißt. Verwenden Sie für Gipskartondübel immer den passenden Schraubendreher-Bit und ziehen Sie die Schrauben nicht übermäßig an – die Platte könnte sonst brechen. Nach dem Eindrehen prüfen Sie den Sitz, indem Sie vorsichtig am Regal ziehen. Wenn Sie beim Ziehen ein Knacken hören oder der Dübel sich bewegt, müssen Sie die Position wechseln und einen größeren Abstand wählen. Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Sorgfalt hält ein Regal an Gipskarton zuverlässig – solange Sie die Lastgrenzen realistisch einschätzen und die Abstände nicht zu knapp wählen.
Ein typischer Denkfehler ist die Annahme, dass Klemmträger Unebenheiten ausgleichen. Das tun sie nicht. Klemmträger halten das Plissee nur, wenn die Auflagefläche eben ist. Bei älteren Fenstern mit abgeschrägten oder abgerundeten Rahmenprofilen kann der Klemmträger verrutschen. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Klemmträger für Ihre Profilform geeignet ist – im Zweifel wählen Sie ein Modell mit verstellbarem Winkel. Auch die Klebebänder haben Grenzen: Sie haften auf glatten Kunststoff-, Holz- oder Aluflächen, nicht aber auf rauem Putz oder lackiertem Holz mit Unebenheiten.