5 Entscheidende Schritte, Um Laminat Im Kleinen Raum Perfekt Zu Verlegen

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Bei der Farbgestaltung gilt: Helle Farben lassen eine Ecke größer wirken, dunkle Töne machen sie gemütlicher, können aber den Raum optisch verkleinern. Wenn die Ecke Teil eines Raumes ist, wählen Sie beispielsweise einen Farbton, der eine Nuance dunkler ist als die Wand – das schafft Tiefe, ohne zu überladen. Für Nischen mit unregelmäßigen Winkeln gibt es maßgefertigte Lösungen, etwa passgenaue Regalbretter oder eine Sitzbank mit Schrägen. Diese sind zwar mit etwas Aufwand verbunden, aber sie nutzen den Raum besser als jede Standardlösung.

Beim Verlegen selbst sollten Sie jede Diele sofort mit einem Zugeisen festziehen, wenn sie nicht ganz einrastet. Ein leichter Schlag mit dem Hammer auf das Zugeisen reicht. Kontrollieren Sie nach jeder dritten Reihe die Ausrichtung mit einem Winkelmaß: Eine Abweichung von nur zwei Millimetern wird am Ende der Reihe zu einer sichtbaren Lücke an der Wand. Wenn Sie an einer Türschwelle ankommen, schneiden Sie die Diele so, dass sie unter der Zarge durchgeschoben wird – das sieht professionell aus, denn Sie müssen keine Übergangsleiste anbringen. Denken Sie aber daran, die Dehnungsfuge auch hier fortzuführen. Am Ende, wenn Sie die letzte Diele eingelegt haben, entfernen Sie die Abstandhalter und montieren die Fußleisten. Diese sollten Sie immer erst nach dem Verlegen anbringen, sonst können Sie die Dielen nicht mehr bewegen.

Die Abdichtung zwischen Waschbecken und Wand ist mehr als nur eine optische Feinheit. Wird sie unsachgemäß ausgeführt, zieht Feuchtigkeit in die Wand, und es bilden sich mit der Zeit dunkle Flecken, abblätternder Putz oder sogar Schimmel. Der häufigste Fehler ist, die Fuge lediglich mit einer dicken Silikonraupe zu überpinseln, ohne die Oberflächen vorzubereiten. Fachgerecht bedeutet dagegen: sauber, trocken und mit der richtigen Technik. Der Aufwand ist gering, die Wirkung dagegen hält Jahre.

Ein typischer Fehler ist, das Silikon noch anzufassen, sobald es glatt ist, oder die Schutzklebebandabklebung zu früh zu entfernen. Kleben Sie die Fuge vor dem Auftragen mit Malerkrepp ab, falls Sie noch keine Routine haben. Nach dem Glätten ziehen Sie das Band sofort ab, nicht erst nach dem Trocknen. Andernfalls reißen Sie scharfe Kanten ein, und es entstehen unsaubere Linien. Lassen Sie das Silikon nun ungestört durchtrocknen. Je nach Produkt dauert das 24 Stunden. In dieser Zeit darf kein Wasser an die Fuge.

Bedenken Sie auch die Form des Raumes. In langen, schmalen Wohnzimmern wirkt ein quer gelegter Teppich ausgleichend, während in quadratischen Räumen eine runde oder quadratische Form Akzente setzt. Bei einer Eckgarnitur sollten Sie den Teppich exakt an die Ecke anpassen – hier lohnt es sich, eine Schablone aus Zeitungspapier anzufertigen und auf dem Boden auszulegen. So sehen Sie sofort, ob die Proportionen stimmen, bevor Sie einen schweren Teppich anschleppen.

Ein typischer Fehler ist das Ignorieren der Anzahl der Anstriche. Wenn Sie eine stark deckende Farbe auf dunklem Untergrund auftragen, sind fast immer zwei Anstriche nötig. Die berechnete Farbmenge verdoppelt sich dann. Auch bei Farbtönen mit kräftigen Pigmenten oder bei Lasurtechniken sollten Sie kalkulieren, dass der zweite Anstrich nicht optional ist. Ein weiterer Stolperstein: Manche Farben werden mit Wasser verdünnt, um die Verarbeitung zu erleichtern – das erhöht die Fläche pro Liter, reduziert aber die Deckkraft. Halten Sie sich an die Verdünnungsempfehlung des Herstellers, sonst stimmt die Rechnung nicht.

Praktisch gehen Sie so vor: Messen Sie jede Wand einzeln aus, notieren Sie die Längen und multiplizieren Sie die Summe mit der Deckenhöhe. Ziehen Sie dann die Flächen ab, die nicht gestrichen werden – Fenster, Türen, fest eingebaute Schränke oder Kamine. Eine Standardtür hat rund 2 Quadratmeter, ein Fenster je nach Größe 1 bis 2 Quadratmeter. Diese Abzüge können bis zu zehn Prozent der Gesamtfläche ausmachen. Vergessen Sie nicht, die Decke separat zu berechnen, falls sie gestrichen werden soll.

Funktion folgt Ecke: Was passt in welche Nische? Entscheiden Sie, ob die Ecke eine Aufgabe erfüllen soll oder rein dekorativ bleibt. Eine Nische im Flur eignet sich für eine schmale Sitzbank mit Haken darüber – praktisch und platzsparend. Eine Ecke im Wohnzimmer lässt sich mit einem Pflanzenständer und einer indirekten Beleuchtung in eine grüne Oase verwandeln. Wer einen Arbeitsplatz braucht, kann einen schmalen Schreibtisch in die Nische stellen – vorausgesetzt, es gibt genug Beinfreiheit und Licht von vorne. Vermeiden Sie es, die Ecke mit zu vielen kleinen Deko-Objekten zuzustellen. Drei große Elemente wirken oft ruhiger als zwanzig kleine.

Nun kommt die Ergiebigkeit der Farbe ins Spiel. Jeder Farbeimer hat auf dem Etikett eine Angabe zur Ergiebigkeit, meistens in Quadratmetern pro Liter. Ein typischer Wert ist 8 bis 10 Quadratmeter pro Liter für einen Anstrich. Diese Angabe bezieht sich jedoch auf glatte, gut grundierte Wände und eine gleichmäßige, nicht zu dicke Schicht. Bei rauem Putz, stark saugenden Untergründen oder dunklen Vorgängerstrichen sinkt die Ergiebigkeit deutlich. In solchen Fällen rechnen Sie einen Sicherheitsaufschlag von 20 Prozent ein – das heißt, Sie multiplizieren die Fläche mit 1,2, bevor Sie durch die Ergiebigkeit teilen.