Mein Schreibtisch fürs Homeoffice: Wo Arbeit auf Wohnzimmer trifft
Ein weiterer Trick, den ich oft anwende, sind neue Griffe für alte Schränke. In meiner Küche hatte ich diese Standard-Kunststoffgriffe, die nach zehn Jahren einfach nur langweilig aussahen. Ich habe sie gegen Messinggriffe ausgetauscht, die ich online bestellt habe. Das kostete vielleicht zwanzig Euro, aber die Küche wirkt plötzlich wie neu. Auch im Bad kann man mit solchen Kleinigkeiten viel erreichen. Ein neuer Duschvorhang aus Leinen statt Plastik, ein Seifenspender aus Glas statt der billigen Plastikflasche. Diese Details summieren sich und geben der Wohnung eine durchdachte Note. Man muss nicht alles auf einmal machen. Ich gehe oft Schritt für Schritt vor und ersetze nach und nach die auffälligsten Dinge.
Pflanzen sind auf einer Terrasse unverzichtbar, aber sie brauchen einen festen Platz. Ich habe zwei große Kübel mit Buchsbaum an den Rand gestellt, die das Auge führen. Dazwischen hängen drei Ampeln mit Efeu, die im Wind leicht schwingen. Die Pflege ist minimalistisch, denn ich gieße nur einmal pro Woche, und der Buchsbaum wächst langsam. Ein Problem war der Schatten, den das Vordach wirft. Deshalb habe ich eine Sonnenblume in einem Topf auf die sonnigste Stelle gesetzt. Sie dreht sich den ganzen Tag mit der Sonne und bringt Farbe ins Spiel. Wenn du eine Terrasse gestalten willst, denk daran, dass Pflanzen nicht nur hübsch sind, sondern auch Mikroklima schaffen.
Eine der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Methoden ist der Einsatz von Farbe. Aber nicht einfach nur eine Wand in einem knalligen Ton streichen. Ich liebe es, mit geometrischen Formen zu spielen. Ein großes, diagonales Dreieck in einem sanften Terrakotta-Ton kann zum Beispiel den Raum optisch strecken. Oder ihr malt einen breiten, horizontalen Streifen in Augenhöhe, der den Raum wie eine umlaufende Galerie wirken lässt. Ich habe das in meinem Schlafzimmer gemacht und der Effekt war verblümmt. Plötzlich wirkte der 12 Quadratmeter große Raum nicht mehr so gedrungen. Wichtig ist, dass ihr die Kanten mit Malerkrepp sauber abklebt und die Farbe in dünnen Schichten auftragt. Sonst gibt es unschöne Nasen.
Nach einem Jahr Nutzung musste ich die erste Umbauaktion wagen. Der Stuhl war unbequem für längeres Sitzen, und die Kaffeetassen fielen ständig um. Ich tauschte den Beistelltisch gegen ein Modell mit Kante aus, das die Tassen festhält. Den Sessel ersetzte ich durch einen Polsterstuhl mit Armlehnen. Die größte Veränderung war die neue Arbeitsplatte. Statt des billigen Regals ließ ich eine 60 Zentimeter tiefe Platte aus Eichenholz an der Wand montieren. Jetzt passt sogar meine Mühle daneben. Diese Anpassungen haben die Kaffeeecke erst richtig funktional gemacht.
Pflanzen dürfen in keiner Kaffeeecke fehlen. Ein Bogenhanf im Terracottatopf steht auf dem Sideboard, eine kleine Grünlilie hängt über dem Regal. Sie filtern die Luft und bringen Farbe ins Spiel. Ich achte darauf, dass die Töpfe auf Untersetzern stehen, damit keine Wasserflecken auf der Holzplatte entstehen. Ein Kräutertopf mit Minze auf der Fensterbank wäre ideal, aber meine Küche hat kein Fenster. Stattdessen habe ich eine Kunstpflanze mit echten Moos-Stücken kombiniert. Das sieht täuschend echt aus und braucht keine Pflege. Wer echte Pflanzen mag, wählt Sukkulenten – sie verzeihen auch mal einen vergessenen Gießtag.
Die Dekoration darf nicht zu aufdringlich sein, aber ein paar Akzente machen den Unterschied. Ich habe an der Hauswand ein schmales Regal aus Edelstahl angebracht, auf dem drei Teelichthalter aus Keramik stehen. Wenn die Sonne untergeht, zünde ich sie an, und das Licht tanzt auf den Pflanzen. Davor habe ich einen kleinen Brunnen aus Gusseisen aufgestellt, dessen Plätschern den Lärm von der Straße übertönt. Das Wasser läuft im Kreislauf, also muss ich nur ab und zu nachfüllen. Diese Details kosten wenig Geld, aber sie machen die Terrasse zu einem Ort, an dem ich mich gerne aufhalte. Eine Terrasse gestalten heißt auch, die Sinne zu bedienen.
Für diejenigen, die es noch individueller mögen, gibt es die Möglichkeit mit Putz oder Strukturfarbe zu arbeiten. Das klingt aufwendig, ist aber gar nicht so schwer. Ich habe einmal in einer kleinen Nische im Wohnzimmer einen groben Kalkputz aufgetragen. Die unregelmäßige Oberfläche fängt das Licht ein und wirft wunderschöne Schatten. Das Ganze erinnert an eine verwitterte Mittelmeer-Mauer und verleiht dem Raum eine ganz besondere, fast meditative Atmosphäre. Natürlich braucht man dafür etwas Geduld, denn das Auftragen dauert länger als ein einfacher Anstrich. Aber das Ergebnis ist jeden Handgriff wert. Vor allem in Räumen, die sonst sehr clean und modern eingerichtet sind, setzt so eine Wand einen starken Akzent.
Manchmal ist die Lösung auch eine Kombination aus Möbel und Wandgestaltung. Stellt euch vor, ihr habt eine wersalka im Gästezimmer. Die Wand dahinter ist oft eine große, leere Fläche. Statt sie einfach weiß zu lassen, könnt ihr sie mit einer Tapete mit einem dezenten Muster versehen oder sie in einer kräftigen Farbe streichen. Das verleiht dem Raum sofort Charakter. Und wenn dann noch der stelaz listwowy unter der Matratze quietscht, weil die alte Couch schon bessere Tage gesehen hat, dann ist das der perfekte Moment, um über einen neuen, passenden Rahmen nachzudenken. Ein materac piankowy auf einem stabilen Lattenrost sorgt für erholsamen Schlaf, und die Wand dahinter wird zum absoluten Hingucker.