Alte Silikonfugen entfernen oder überstreichen: Was Duschbesitzer wissen sollten
Bevor Sie loslegen, lohnt ein Blick in die Versicherungsbedingungen Ihrer Gebäude- oder Hausratversicherung. Manche Tarife verlangen, dass bestimmte Arbeiten von einem Fachbetrieb dokumentiert werden, sonst erlischt der Schutz. Klären Sie außerdem mit Ihrer Gemeinde, ob eine Sanierung anzeigepflichtig ist – das gilt oft bei Änderungen an der Entwässerung. Wer diese Punkte beachtet, spart Geld, ohne sich in Gefahr zu bringen. Und wer einmal unsicher ist, holt sich lieber einen Kostenvoranschlag ein, statt später doppelt zu zahlen.
Ein typischer Fehler beim Selbstmachen ist das Abdichten von Wanddurchführungen. Viele greifen zu Silikon aus dem Baumarkt, obwohl für Sanitärbereiche spezielle Dichtstoffe mit fungizider Ausstattung nötig sind. Auch das Verschrauben von Verbindungen wird oft zu fest angezogen – dadurch reißen Dichtungen oder das Gewinde beschädigt. Wer unsicher ist, ob eine Verbindung dicht ist, sollte sie mit einem feuchten Tuch abwischen und einige Minuten beobachten. Im Zweifel lieber einen Profi kommen lassen, als später einen Wasserschaden zu riskieren.
Welcher Ventilator passt zu welchem Bad? Für Bäder Raumteiler ohne Sichtschutz Fenster empfiehlt sich ein Modell mit Feuchtesensor. Dieser startet die Lüftung automatisch, sobald die relative Luftfeuchtigkeit einen Schwellwert überschreitet. Für kleine Bäder bis etwa sechs Quadratmeter reicht ein Volumenstrom von 60 bis 80 Kubikmetern pro Stunde. Größere Räume oder häufige Nutzung benötigen mehr Leistung. Ein typischer Fehler ist die Überdimensionierung: Ein zu starker Ventilator erzeugt Unterdruck, der Abwasserrohre belastet und Gerüche aus dem Siphon zieht. Planen Sie also lieber etwas kleiner und nutzen Sie eine Nachlaufzeit von fünf bis zehn Minuten.
Zunächst sollten Sie den vorhandenen Abluftkanal prüfen. Oft führt ein Rohr mit 75 oder 100 Millimetern Durchmesser nach draußen. Messen Sie den lichten Querschnitt genau. Ein zu kleiner Kanal drosselt die Leistung eines starken Ventilators erheblich. Kontrollieren Sie außerdem, ob eine Rückstauklappe vorhanden ist – ohne sie strömt bei Winddruck kalte Außenluft ins Bad. Bei einem alten Haus kann es nötig sein, den Kanal zu reinigen. Verwenden Sie dafür eine lange Bürste oder einen Staubsauger mit schmalem Aufsatz.
Der wichtigste Schritt passiert vor dem Folieren: die gründliche Reinigung und Entfettung. Fett und Nikotin verhindern, dass die Klebeschicht der Folie hält. Wischen Sie alle Fronten mit einem starken Entfetter ab, spülen Sie mit klarem Wasser nach und lassen Sie alles komplett trocknen. Bei glänzenden oder lackierten Oberflächen sollten Sie zusätzlich mit feinem Schleifpapier leicht anschleifen. Das gibt der Folie Halt und verhindert, dass sie sich später wellt.
Für eine dauerhafte, schöne Wand entscheidet man sich am besten nach der Raumnutzung: Feuchträume mit Kalkfarbe, Wohnräume mit Lehmputz. Beide Oberflächen lassen sich später überstreichen, wenn man die richtigen Produkte verwendet. Wer Wert auf maximale Robustheit legt, wählt Kalkfarbe. Wer das Raumklima verbessern möchte und mit kleinen Unregelmäßigkeiten leben kann, greift zum Lehmputz. Die höheren Kosten pro Quadratmeter amortisieren sich durch die lange Lebensdauer – wenn die Verarbeitung sauber ausgeführt wurde.
Wer sein Bad modernisieren will, steht schnell vor der Frage: Was darf ich selbst anpacken, und wo muss ein zugelassener Betrieb ran? Die Antwort hängt weniger von handwerklichem Geschick ab als von den rechtlichen Vorgaben. Grundsätzlich gilt: Alles, was mit Wasser-, Abwasser- oder Gasleitungen zu tun hat, ist nicht automatisch Laienarbeit. Fliesen, Malerarbeiten und der Austausch von Sanitärkeramik sind dagegen meist unkritisch – solange Sie die Anschlüsse nicht verändern.
Schimmel vor dem Abdichten: So wird die Fläche wirklich keimfrei Schwarze Punkte in der alten Fuge sind nicht nur ein optisches Problem – sie sind ein Zeichen für tief sitzende Pilzsporen. Diese überleben auf der Oberfläche, wenn Sie nur mit einem Reinigungsspray darüberwischen. Deshalb gehört zur Fugenemeuerung immer eine gründliche Desinfektion. Tragen Sie ein chlorfreies Schimmelspray oder eine Essiglösung auf die gereinigte Fläche auf und lassen Sie sie einwirken. Bei hartnäckigen Belägen hilft es, die Fläche über Nacht mit einem mit Wasserstoffperoxid getränkten Tuch abzudecken. Danach gründlich mit klarem Wasser abspülen und vollständig trocknen lassen. Feuchtigkeit ist der häufigste Grund für neue Schimmelbildung – also lieber einen Tag länger warten, bis alles wirklich trocken ist.
Nach dem Aushärten sollten Sie die neue Fuge regelmäßig pflegen. Wischen Sie sie nach jedem Duschen mit einem trockenen Tuch ab und lüften Sie das Badezimmer. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, die das Silikon angreifen. Einmal Pflanzen im Innenraum Monat genügt eine gründliche Reinigung mit milder Seifenlauge, um Beläge zu verhindern. Wenn Sie diese Routine einhalten, bleibt die Fuge viele Jahre schimmelfrei – und Sie sparen sich die nächste aufwendige Erneuerung.
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