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Zugluft an alten Fenstern stoppen – was wirklich hilft
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Für den Winter gibt es zusätzliche Maßnahmen: Ein isolierendes Rollo oder schwere Vorhänge reduzieren die Kälte, die vom Fenster ausgeht. Auch eine transparente Fensterfolie, die von innen auf den Rahmen gespannt wird, wirkt wie eine zusätzliche Luftschicht und hält die Wärme im Raum. Achten Sie darauf, dass die Folie straff sitzt und keine Falten wirft, sonst bildet sich Kondenswasser an den Scheiben. Wer nachts gerne lüftet, sollte die Dichtungen nicht komplett verschließen, sondern eine kleine Lüftungsöffnung freilassen – sonst droht Schimmelbildung durch zu hohe Luftfeuchtigkeit.<br><br>Der Ablauf selbst ist dann klar: Zuerst wird der Raum komplett leergeräumt und gesaugt. Danach schleifen Sie in mehreren Durchgängen mit grober bis feiner Körnung. Arbeiten Sie immer in Faserrichtung, sonst entstehen Querschrammen, die nach dem Versiegeln deutlich sichtbar bleiben. Zwischen den Schleifgängen muss der Staub gründlich entfernt werden. Verwenden Sie dafür einen Industriesauger, keine einfachen Haushaltsgeräte. Danach wird gespachtelt, geschliffen und erneut gesaugt. Beim Versiegeln gilt: Öl, Wachs oder Lack – jede Variante hat ihre Tücken. Öl betont die Maserung, braucht aber mehrere Anstriche und trocknet langsam. Lack ist schneller aufgetragen, aber empfindlich gegen Stoßbelastungen.<br><br>Nach allen Arbeiten sollten Sie einen erneuten Test mit der Kerze durchführen. Wenn die Flamme ruhig bleibt, ist die Zugluft gestoppt. Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig die Dichtungen auf Abnutzung – sie halten je nach Qualität und Beanspruchung einige Jahre. Mit diesen Maßnahmen sparen Sie Heizkosten und erhöhen den Wohnkomfort, ohne ein neues Fenster einbauen zu müssen. Sollten die Undichtigkeiten trotzdem bestehen bleiben, kann ein Fachmann helfen, aber für den ersten Schritt reichen diese einfachen Handgriffe oft völlig aus.<br><br>Die Verkleidung einer Holzdecke bietet sich an, wenn Sie eine glatte Oberfläche wünschen oder die Holzbretter irreparabel beschädigt sind. Dafür spannen Sie eine Unterkonstruktion aus Latten im Abstand von etwa 40 bis 60 Zentimetern, die Sie mit Dübeln und Schrauben an der bestehenden Decke befestigen. Auf diese Latten montieren Sie dann Gipskartonplatten, Sperrholz oder auch Akustikpaneele. Wichtig ist, dass Sie vorher prüfen, ob die Unterkonstruktion wasserwaagerecht ausgerichtet ist und ob genügend Platz für eventuelle Kabel oder Dosen bleibt. Ein häufiger Fehler ist es, die alte Holzdecke ohne Dampfbremse zu verkleiden, was zu Feuchtigkeitsproblemen und Schimmel führen kann.<br><br>Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Raumhöhe. Eine Verkleidung reduziert die Höhe um mindestens fünf bis zehn Zentimeter, was in Räumen mit niedrigen Decken schnell beengend wirkt. Messen Sie daher vorher die lichte Höhe und überlegen Sie, ob Sie stattdessen mit einer abgehängten Decke aus dünnen Paneelen arbeiten können. Bei der Sanierung hingegen bleibt die Höhe erhalten, aber Sie müssen mit Staub und Lärm rechnen, der sich in der gesamten Wohnung ausbreitet. Schützen Sie Ihre Möbel mit Folie und nutzen Sie einen leistungsstarken Sauger mit Feinfilter, um die Belastung zu minimieren.<br><br>Zuerst sollten Sie die genauen Stellen ausfindig machen, an denen Luft eindringt. Ein einfacher Trick: Halten Sie ein brennendes Streichholz oder eine Kerze bei geschlossenem Fenster an den Rahmen. Bewegt sich die Flamme, ist dort eine Undichtigkeit. Auch mit der Hand oder einem feuchten Finger spürt man kalte Luft oft deutlich. Markieren Sie alle Stellen mit Klebeband, damit Sie nichts übersehen. Typische Problemzonen sind die obere und untere Kante des Fensterflügels sowie die Ecken, wo sich Rahmen und Flügel treffen.<br><br>Ein typischer Fehler ist, die Dicke des Brettes zu unterschätzen. Ein zwei Zentimeter starkes Brett aus Buche hält mehr aus als ein drei Zentimeter dickes aus Fichte. Wer schwere Dinge lagern will, sollte also zuerst die Holzart und dann die Dicke wählen. Als Faustregel gilt: Für ein Bücherregal mit einer Spannweite von etwa einem Meter reicht eine Buche mit 2,5 Zentimetern Dicke. Für Kiefer muss es dann schon deutlich dicker und zusätzlich unterstützt sein. Auch die Befestigung spielt eine Rolle – ein Brett, das nur auf zwei Winkelträgern aufliegt, biegt sich schneller durch als eines, das auf drei oder vier Auflagepunkten liegt.<br><br>Ein typischer Fehler vieler Heimwerker: Sie beginnen zu früh mit dem Versiegeln. Der Holzstaub muss nicht nur von der Oberfläche, sondern auch aus den Ritzen entfernt werden. Sonst setzt sich der Staub in die Versiegelung und macht den Boden streifig. Ein weiterer Klassiker ist das Arbeiten bei zu hoher Luftfeuchtigkeit. Öl und Lack brauchen eine trockene Umgebung, sonst blähen sie auf und bilden später Risse. Prüfen Sie auch, ob im Raum eine Fußbodenheizung verlegt ist. Diese muss vor dem Schleifen unbedingt ausgeschaltet sein, sonst trocknet das Holz ungleichmäßig aus.<br><br>Wer in einer Altbauwohnung wohnt, kennt das Problem: Die alten Dielen knarzen, sind fleckig oder haben tiefe Kratzer. Viele denken sofort an Abschleifen und Neuversiegeln. Doch bevor die Maschine anläuft, lohnt sich ein genauer Blick auf den Untergrund. Nicht jeder Dielenboden ist für eine Rundumerneuerung geeignet. Vor allem bei alten Hölzern mit starken Unebenheiten kann das Schleifen mehr schaden als nutzen. Und in einer Mietwohnung kommt noch eine ganz andere Frage dazu: Darf man das überhaupt einfach so machen?
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