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Wenn Der Nebel Sich Hebt: Vogelbeobachtung Im Spreewald
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Ein weiterer Punkt betrifft die zeitliche Planung. Wer morgens startet, hat die besten Chancen auf freie Rampen und leere Wege. Mittags wird es voll, und das Chaos nimmt zu. Der Fehler vieler ist, an Feiertagen oder langen Wochenenden zu kommen, wenn jede Anlegestelle ĂŒberlaufen ist. WĂ€hlen Sie einen Werktag, idealerweise auĂerhalb der Schulferien. Und: Buchen Sie den Kahn nicht am gleichen Tag, sondern am Vortag, wenn Sie ein bestimmtes Modell mit breiter Einstiegsluke benötigen. Manche Anbieter haben nur ein einziges barrierefreies Boot â reservieren Sie das frĂŒhzeitig, sonst stehen Sie vor verschlossener TĂŒr.<br><br>Die gute Nachricht: Nicht alle MĂŒcken stechen gleich. Im Spreewald dominieren zwei Arten: die gemeine HausmĂŒcke, die vor allem in der DĂ€mmerung aktiv wird, und die ĂberschwemmungsmĂŒcke, die sich tagsĂŒber auch bei leichtem Wind nicht abschrecken lĂ€sst. Ein hĂ€ufiger Fehler ist, sich nur auf Sprays zu verlassen, die man einmal am Morgen auftrĂ€gt. Die Wirkung lĂ€sst nach ein paar Stunden nach, besonders wenn man schwitzt oder mit Wasser in Kontakt kommt. Besser ist es, ein Mittel mit hohem Wirkstoffgehalt zu wĂ€hlen und es alle drei bis vier Stunden erneut aufzutragen â vor allem an unbedeckten Stellen wie Knöcheln, Handgelenken und Nacken.<br><br>Auch die Toilettensituation wird hĂ€ufig unterschĂ€tzt. In kleineren Orten gibt es oft nur eine öffentliche Anlage am Marktplatz, die nicht ausgeschildert ist. Der Fehler: Sie suchen erst, wenn es dringend wird. Planen Sie vorab, wo Sie Rast machen, und nutzen Sie CafĂ©s oder GaststĂ€tten, die ihre SanitĂ€rrĂ€ume oft ohne Kaufzwang zur VerfĂŒgung stellen â aber fragen Sie höflich. Achten Sie auf Schilder mit dem Rollstuhlsymbol, denn nicht jede barrierefreie Toilette ist tatsĂ€chlich gerĂ€umig genug fĂŒr einen groĂen Rollstuhl. Eine TĂŒrbreite von 90 Zentimetern ist das Minimum, viele Ă€ltere Anlagen schaffen das nicht.<br><br>Die richtige AusrĂŒstung entscheidet ĂŒber Leben und Tod Die Kleidung ist der wichtigste Faktor. Tragen Sie keine Baumwolle, denn sie saugt sich voll und kĂŒhlt aus. Stattdessen: ein Neopren-Anzug oder Trockenanzug ĂŒber einer FunktionsunterwĂ€sche. Dazu eine Schwimmweste, die auch bei KĂ€lte nicht einschrĂ€nkt â am besten eine mit Kragen und Pfeife. Nehmen Sie Wechselkleidung in einem wasserdichten Packsack, der im Boot verstaut ist. Ein weiterer hĂ€ufiger Fehler: Handschuhe, die beim Paddeln nass werden. Nehmen Sie zwei Paar â ein dĂŒnnes fĂŒr die Paddelphase, ein dickes fĂŒr die Pausen. Und vergessen Sie nicht eine MĂŒtze, denn ĂŒber den Kopf geht am meisten WĂ€rme verloren.<br><br>Der Spreewald im Winter ist eine Welt aus Stille, Nebel und knackendem Eis. Doch wer jetzt mit dem Kanu oder Kajak unterwegs ist, muss andere Regeln beachten als im Sommer. Die FlieĂe sind oft nur schmal, die Ufer vereist, und die Tage sind kurz. Wer sich nicht vorbereitet, riskiert nicht nur eine nasse Tour, sondern echte Gefahr. Hier erfahren Sie, worauf es beim Winterpaddeln ankommt, welche Routen sich eignen und wie Sie sicher wieder an Land kommen.<br><br>Der Spreewald ist im Sommer eine Welt fĂŒr sich: KanĂ€le, Kahnfahrten, urige GaststĂ€tten. Doch kaum steigen die Temperaturen, beginnt auch das Summen. Die MĂŒckensaison startet hier oft frĂŒher als im Rest Brandenburgs, weil die vielen WasserlĂ€ufe ideale BrutstĂ€tten bieten. Schon ab Mitte Mai schlĂŒpfen die ersten StechmĂŒcken, die Population erreicht ihren Höhepunkt typischerweise zwischen Ende Juni und Anfang August. Wer in dieser Zeit plant, sollte sich nicht vom Wetter tĂ€uschen lassen: Auch nach einem trockenen Tag bleiben die feuchten Wiesen und Uferzonen die Hauptreviere der Insekten.<br><br>Im Spreewald gibt es im Winter weniger WasserwanderrastplĂ€tze und viele Anleger sind geschlossen. Planen Sie Ihre Pausen so, dass Sie an einer Stelle mit fester Unterlage und Sichtkontakt zum Wasser anlegen. Vermeiden Sie Ausstiege unter BrĂŒcken oder an steilen Ufern, wo das Eis das Anlegen erschwert. Nehmen Sie immer eine Taschenlampe oder Stirnlampe mit, auch wenn Sie planen, vor Sonnenuntergang zurĂŒck zu sein â das Wetter kann schnell umschlagen, und ein Nebelband im Spreewald ist kein SpaĂ.<br><br>Die Sicherheit beginnt schon am Ufer. PrĂŒfen Sie die Eisdicke an den RĂ€ndern â betreten Sie niemals eine zugefrorene FlĂ€che, nur um etwas zu holen. Wenn Sie kentern, bleiben Sie beim Boot: Das Boot ist Ihre Rettungsinsel. Versuchen Sie nicht, ans Ufer zu schwimmen, wenn die Strömung stark ist. Ăben Sie im Sommer den Wiedereinstieg, dann klappt es im Notfall. Eine typische Gefahr ist die UnterkĂŒhlung: Zittern, Verwirrtheit, SchlĂ€frigkeit. Wenn Sie oder Ihr Begleiter diese Symptome spĂŒren, brechen Sie die Tour sofort ab und suchen Sie einen warmen Ort.<br><br>Ein hĂ€ufiger Fehler ist zu frĂŒhes oder zu spĂ€tes Beobachten. Die erste Stunde nach Sonnenaufgang ist die aktivste, aber viele Hobbyornithologen kommen erst gegen neun Uhr an die KanĂ€le. Ein weiterer Fehler: Plötzliche Bewegungen. Selbst wenn Sie einen Vogel entdecken, vermeiden Sie hektisches Heben des Fernglases â fĂŒhren Sie es langsam zum Auge und bleiben Sie ruhig. Auch das Reden sollten Sie auf FlĂŒstern beschrĂ€nken; Vögel reagieren empfindlicher auf Stimmen als auf leises Paddeln.
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