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Wandabstand vs. Luftzirkulation: Was wirklich zählt
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Bei einer Fußbodenheizung ist die Sache anders: Da die Wärme von unten kommt, spielt der Wandabstand der Möbel kaum eine Rolle. Wichtig ist hier, dass Sie keine Teppiche mit geschlossener Unterseite über die Heizungsrohre legen – das würde die Wärme stauen. Bei Möbeln mit Füßen reichen zwei bis drei Zentimeter, damit die Luft auch unter dem Schrank zirkulieren kann. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Füße höhenverstellbar sind – so gleichen Sie Bodenunebenheiten aus und verhindern, dass der Schrank später auf dem Teppich steht und die Luftzirkulation blockiert wird.<br><br>So dichten Sie den Lichtschacht fachgerecht ab und schaffen einen Notablauf Die eigentliche Abdichtung beginnen Sie an der kritischsten Stelle: dem Übergang zwischen Lichtschacht und Hauswand. Hier verwenden Sie ein dauerelastisches Dichtband oder eine flüssige Abdichtung, die Sie mit einem Pinsel großzügig auftragen. Achten Sie darauf, dass die Bahnen mindestens fünf Zentimeter überlappen und die Masse bis in die Ecken gedrückt wird. Vergessen Sie nicht die Befestigungsschrauben und die Abdeckung – auch dort dringt Wasser ein. Nach dem Aushärten testen Sie die Fläche mit Wasser aus einem Eimer: Es muss abperlen und darf sich nicht unter der Dichtung einen Weg suchen.<br><br>Die Heizung: Abstand ist nicht gleich Abstand Heizkörper benötigen einen Abstand von mindestens zehn Zentimetern zur Wand, damit die Luft frei zirkulieren kann. Wer Vorhänge oder Möbel direkt davorstellt, behindert die Konvektion – die warme Luft steigt zwar nach oben, aber der Raum wird nicht gleichmäßig warm. Messen Sie nicht nur den Abstand zur Rückwand, sondern auch zur Seite: Ein Schrank, der näher als 20 Zentimeter am Heizkörper steht, kann die Wärmeleitung beeinträchtigen und das Holz austrocknen. Kontrollieren Sie zudem, ob Thermostatventile und Heizungsrohre frei bleiben – sonst regelt die Heizung falsch und verbraucht unnötig Energie.<br><br>Ein häufiger Fehler ist, nur die Innenseite abzudichten. Das Wasser steht dann zwischen Wand und Dichtung und findet über Umwege doch in den Keller. Dichten Sie deshalb immer auch die Außenhaut des Schachts ab, zumindest bis zur Erdreichgrenze. Heben Sie dazu das Erdreich rund um den Schacht vorsichtig ab und tragen Sie eine Bitumenbahn oder eine mineralische Dichtungsschlämme auf. Lassen Sie einen Spalt von mindestens 15 Zentimetern zum Schacht, den Sie mit Kies füllen – so kann Regenwasser schnell versickern und übt keinen Druck auf die Abdichtung aus.<br><br>Typische Fehler bei der Befestigung sind zu kurze Dübel, falsche Bohrtiefen oder das Verwenden von Dübeln aus dem Trockenbaubereich für die Rohdecke. Achten Sie darauf, dass der Dübel vollständig im Loch sitzt und die Schraube nicht übersteht. Bei Betondecken mit Hohlräumen oder Spanngliedern ist besondere Vorsicht geboten – bohren Sie nur an markierten Stellen und notfalls mit einem Metall-Detektor. Notieren Sie sich die genaue Position der Dübel, damit Sie später beim Anbringen der Profile nicht versehentlich daneben bohren.<br><br>Ein weiterer Punkt ist die Kontrolle der Heizkörper selbst. Fühlen Sie jeden Heizkörper nach dem Aufheizen ab: Er sollte gleichmäßig warm werden, von unten bis oben. Wenn der untere Teil heiß ist und der obere kalt bleibt, ist das ein Zeichen für Luft oder Schlamm im System. In diesem Fall hilft das Entlüften nur bedingt – oft ist eine Spülung der Anlage nötig, die ein Fachbetrieb durchführen sollte. Achten Sie auch auf die Ventile an den Heizkörpern, die nicht zum Thermostat gehören (z. B. das Rücklaufventil). Diese sollten sich leichtgängig öffnen lassen. Vermeiden Sie es, die Heizkörper dauerhaft komplett zuzudrehen, denn das verursacht Schimmel und erhöht die Gefahr von Rohrbruch durch Frost.<br><br>Bei der Sanierung von außen ist das Freilegen des Fundaments der wichtigste Schritt. Dazu wird das Erdreich bis zur Unterkante der Bodenplatte ausgehoben. Erst dann können Sie eine vollflächige Horizontalsperre aufbringen – entweder als Bitumenbahn oder als mineralische Dichtungsschlämme. Achten Sie darauf, dass die Abdichtung mindestens 20 Zentimeter über das Gelände hinausragt. Anschließend muss eine Drainage mit Kiesumhüllung verlegt werden, die das Wasser vom Fundament fernhält. Ein häufiger Fehler ist hier, die Drainage direkt an die Wand anzuschließen. Das Wasser sucht sich dann seinen Weg entlang der Abdichtung nach unten – die Wirkung verpufft. Die Drainage gehört in einem Abstand von etwa 30 Zentimetern zur Wand in das Erdreich.<br><br>Bevor Sie die Platten festschrauben, legen Sie ein dünnes Trennband zwischen Zarge und Plattenkante. Dieses Band verhindert, dass Gips oder Spachtelmasse in den Spalt läuft und die spätere Bewegungsfuge verklebt. Ohne dieses Band entsteht oft eine starre Verbindung, die bei minimalen Setzungen der Zarge reißt. Achten Sie auch darauf, dass die Schrauben nicht zu nah an der Kante sitzen – halten Sie einen Abstand von mindestens 15 mm ein, sonst bricht die Platte aus. Die Platten sollten fest, aber ohne Druck auf die Zarge verschraubt werden.
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